
Hildegard von Bingen lebte von 1098 bis 1179. Ihr Leben war stets geprägt von ihrer religiösen Lebenseinstellung und ihren seherischen Fähigkeiten.
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Hildegard v. Bingen
Hildegard von Bingen - Edelsteintherapie
Hildegard von Bingen lebte von 1098 bis 1179 nach Christus. Das Leben von Hildegard von Bingen war stets geprägt von ihrer religiösen Lebenseinstellung und ihren seherischen Fähigkeiten. Umstritten ist allerdings, inwieweit sie Eingebungen für ihre naturwissenschaftlichen Studien nutzte. Es ist wohl eher so, dass sich die Eingebungen der Hildegard von Bingen auf den religiösen Bereich beschränkten.
Aufgrund ihrer Neigungen und Begabungen wurde Hildegard bereits im Alter von 8 Jahren in ein Kloster gegeben, sie selbst gründete später zwei Frauenkloster. Der Einfluss Hildegard's war bereits zu Lebzeiten groß, so beriet sie unter anderem Kaiser und Päpste.
Wesentliche Inhalte der Medizin von Hildegard v. Bingen sind ihre Ausführungen im Zusammenhang mit der Pflanzenheilkunde sowie der Edelsteintherapie.
Man muss aber bedenken, dass es sich bei ihren Studien bezüglich der Pflanzen und Edelsteine im Wesentlichen nur um das Niederschreiben ihres Wissens handelt. Von wesentlicher Bedeutung bezüglich der Heilung des Menschen ist Hildegard's religiöse Einstellung. In den Augen Hildegard's war es in erster Linie der Glaube, der heilende Wirkung hat - Pflanzen und Edelsteine können diesen lediglich unterstützen.
Ihre Darstellungen der Pflanzenheilkunde und Edelsteintherapie decken sich mehr oder weniger mit den allgemeinen Ansichten zu diesen Themenbereichen (vor allem denen der damaligen Epoche). Viele der heute unter dem Namen Hildegard Medizin verbreitete Thesen halten aber einer kritischen Beurteilung nur bedingt stand. Insbesondere die Heilwirkung des Dinkel dürfte stark übertrieben dargestellt sein. Dies dürfte aber weniger Hildegard zuzuschreiben zu sein, sondern vielmehr einigen übereifrigen Interpretatoren.
Als ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet der Hildegard Medizin gilt Wighard Strehlow. Zusammen mit Dr. Hertzka hat er ein sehr umfangreiches und gut recherchiertes Buch zum Wirken der verschiedenen Hildegard Rezepte herausgegeben. Für Interessierte des Sachgebietes ein Muss: Die große Hildegard - Apotheke. Interessant dabei: Mit diesem Buch wird auch eine Brücke zur Humanmedizin geschlagen. Mittlerweile sind ja die Hildegard Rezepturen und Heilkräuter vom Bundesgesundheitsamt hinsichtlich der Unbedenklichkeit und Wirksamkeit dokumentiert.
Hildegard von Bingens Aufzeichnungen zufolge waren Onyx, Prasem, Rubin, Achat, Diamant, Magnetit, Bernstein, Perlen, Careol, Bergkristall, Marienglas und Kalk Steine mit besonderer Heilwirkung, die größte Heilwirkung schrieb sie aber den zwölf Grundsteinen Gottes zu:
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Grundstein |
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| 1. | Heliotrop (auch Hildegardjaspis genannt) |
| 2. | Saphir |
| 3. | Chalcedon |
| 4. | Smaragd |
| 5. | Sardonyx |
| 6. | Sarder |
| 7. | Chrysolith (auch Peridot genannt) |
| 8. | Beryll |
| 9. | Topas |
| 10. | Chrysopras |
| 11. | Hyazinth (auch Zirkon genannt) |
| 12. | Amethyst |
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„So ließ Gott weder die Schönheit noch die Kraft der Edelsteine zugrunde gehen, sondern er wollte, dass sie auf der Erde seien zu Ehre und Segnung und für die Heilkunst.“ Zitat - Hildegard von Bingen aus der Pysika |