
Informationen über Geschichte & Entwicklung der Edelstein-Heilkunde bzw. Edelsteintherapie.
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Geschichte & Entwicklung
Geschichtliches zur Edelsteintherapie
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Der Edelstein wurde bereits in Überlieferungen der Antike erwähnt. So sollen schon die Sumerer Tinkturen aus Edelsteinen zu Heilzwecken verwendet haben. Die Geschichte der Edelsteine geht aber noch wesentlich weiter zurück in die Steinzeit. Die Nutzung der Steine als Werkzeuge und Waffen machte den Stein zu einem der edelsten und begehrtesten Stoffe. Überlegen Der Wert des Steines lag in seinem Gebrauchswert als lebensnotwendige Sache, als Werkzeug. Dem Stein kam aber zu der Zeit wohl auch weitere Bedeutung zu. Einerseits nutzte man Stein zum Aufzeichnen verschiedenster Dinge und anderseits zur Darstellung sogenannter Götzenbilder. Als Beispiel sind hier vor allem aus Stein dargestellte Götter zu nennen. Im Lauf der Zeit wurde durch die Evolution und die Weiterentwicklung des Menschen die lebenserhaltende Rolle des Steines kleiner. Andere Werkstoffe wie Eisen und Holz konnten den Stein verdrängen. Da es nicht mehr nur um das nackte Überleben ging, wurde der Blick auch frei auf andere Dinge. Man konnte sich mit den schöneren Edelsteinen beschäftigen und interpretierte einiges in sie hinein. Edelsteine wurden zum Schmuck der Götter auch "Tränen der Götter" genannt. Sie dienten in Ägypten als Grabbeilagen oder Darstellungen von heiligen Skarabäen aus Lapis. Inkas, Mayas, Azteken und Sumerer nutzten Edelsteine als Diagnose- und Heilmittel. Edelsteine wurden in zerstoßenem Zustand als Medizin oder Kosmetik genutzt. Auch im europäischen Raum waren Edelsteine schon zu frühen Zeiten Inhalt verschiedener Anwendungen. Dioscurides wendete in Rom bereits im 1. Jahrhundert nach Christus Edelsteine an. In der Folge waren im 11. bzw. 12. Jahrhundert nach Christus besonders die Namen von Marbod und Hildegard von Bingen von wesentlicher Bedeutung. Ergänzend sei noch Albert Magnus genannt, der im 13. Jahrhundert nach Christus seine Aufzeichnungen zu diesem Thema machte. In der Folge waren Edelsteine immer ein Thema - wenn auch aus ganz verschiedenen Blickwinkeln. Die Edelsteintherapie (Edelsteinheilkunde - Steinheilkunde) basiert daher heute im wesentlichen aus frühen Überlieferungen, aus Verbindungen mit anderen esoterischen Themen und visionären Eingaben. Die genaue Wirkungsweise konnte im wissenschaftlichen Sinn nie konkret geklärt werden. So ist es letzten Endes immer der intuitiven Kraft des Anwenders überlassen, wann er welchen Stein zu welchem Anlass benutzt. Der Stein muss für den Menschen die Schwingung haben, die der Mensch benötigt. Wie wir alle wissen, versetzt der Glaube ja bekanntlich Berge. Zahlreiche Mythen und Geschichten ranken sich um die Heil- und Zauberkraft der Edelsteine, denen von altersher geheimnisvolle Kräfte zugeschrieben werden. Ob als Amulett, Talisman oder Fetisch, die schimmernden und glänzenden Produkte aus dem Erdinneren waren und sind noch immer begehrt. Uralt ist die Tradition über die Verbindung von Edelsteinen mit der Astrologie. Babylonier und Ägypter ordneten den zwölf Tierkreiszeichen je einen Edelstein zu, der demjenigen, der unter diesem Zeichen geboren wurde, als Glücksbringer diente. Die magischen Kräfte der Sonne fingen, dem Glauben unserer Vorfahren nach, die funkelnden Edelsteine in ihrem Inneren ein. Als Sonnensteine bezeichnete man aufgrund ihres Farbspiels Rubin, Amethyst, Heliotrop, Topas und Smaragd. Theophrast (370–287 v. Chr.), Plinius der Ägypter (23–79 n. Chr.) und Dioskurides (1. Jh. n. Chr.) verfassten sogenannte "Steinbücher". Während erstere sich mehr der Nennung der wichtigsten Edelsteine widmeten, behandelte Dioskurides in seiner "Arzneikunde" alle in der Medizin benutzten Edelsteine. Die Orphischen Steinbücher "Orphei Lithica" aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. und aus dem Umfeld der Sekte der Orphiker, zählen 29 Edelsteine mit angeblich besonderer Heilwirkung auf. Als wichtigster Edelstein galt ihnen der Bergkristall - Kristallquarz. Der im 5. Jahrhundert n. Chr. entstandene "Damiger" von Latinus listet schon fast alle bekannten Steine auf. Die Araber setzten die hellenistisch-römische Tradition fort, trennten Medizin und Zauberglauben und bauten die Lehre von der inneren Verwendung der Edelsteine weiter aus. In Indien verstand man sich von Alters her darauf, die getrübte Aura des Menschen mit heilenden Edelsteinen wieder herzustellen, so dass die kosmischen Schwingungen erneut ungestört in den Menschen eindringen konnten. Indien gilt als Ursprungsland der Edelsteinmedizin - Edelsteinheilkunde, haben doch die Inder mehr als andere Völker schon von alters her eine Vorliebe für edle Steine. Neun Steine gelten in der indischen Literatur als Edelsteine, davon als große Edelsteine der Diamant, der Smaragd, die Perle und der Rubin, die anderen Beryll, der Hyazinth, die Koralle und der Topas Edelstein als Nebenedelsteine. Als besonders erwähnenswerte Eigenschaften nennen die indischen Steinbücher Ursprung, Wirkung, Kaste und Farbe. In unserer Zeit spielt das "edle Gestein" neben seiner rein dekorativen und schmucken Wirkung auch eine wichtige Rolle zum Beispiel in der Computertechnik. Die immer kleiner werdenden Computer-Chips bestehen aus kleinen Quarzkristallen, deren enorme Speicherfähigkeit mittlerweile ja hinlänglich bekannt ist. Nicht nur über die Heilkraft von Pflanzen und Kräutern, sondern auch über die Heilkraft von Edelsteinen wusste Hildegard von Bingen, die berühmte Klosterfrau des Mittelalters, zu berichten. Mit ihrem überdurchschnittlichen analytischen Verstand begriff sie, dass die von den Edelsteinen ausgesandten Schwingungen sich entweder durch Boten, wie Wasser oder Wein, durch die Haut oder durch Aufnahme über die Sinnesorgane auf den Menschen übertragen lassen und ihre Energien auf das zentrale Nervensystem ausschütten. Nach Hildegard von Bingen bringen sie die Seele zum Klingen, sperren längst verlorengegangene Bereiche in den Menschen wieder auf und vermögen es, Gesundungsprozesse zu beschleunigen und positiv zu beeinflussen. "Als Hüter allen Gutes hat uns Gott die Edelsteine gesandt ... die vom Teufel gemieden werden." Zitat - Hildegard von Bingen Dass gegen Dummheit wohl kein "Kraut" gewachsen ist, aber ein Edelstein helfen kann, beweist Hildegard von Bingen in ihrem 4. Buch "Physika", wo es über den Saphir u. a. heißt: "wer dumm ist, weil jegliche Wissenschaft in ihm fehlt, und klug seine möchte, es aber nicht sein kann, und dabei nicht Bosheit erhofft und sich nicht nach ihr ausstreckt, der bestreiche oft nüchtern seine Zunge mit einem Saphir, so dass dessen Wärme und Kraft mit der warmen Feuchtigkeit des Speichels die schädlichen Säfte, welche das Verständnis im Menschen verscheuchen, unterdrücken. Auf diese Weise gewinnt der Mensch gutes Verständnis. Und wer im Zorn sehr aufgeregt wird, nehme sofort einen Saphir in den Mund, und der Zorn wird erlöschen und aufhören." Zitat - Hidegard von Bingen aus Physika Und über den edelsten aller Steine, den Diamanten, wusste sie ebenso zu berichten: "Ist jemand hinterlistig, tückisch, böswillig, verlogen, jähzornig und trunksüchtig, so wird er von diesen Lastern geheilt, wenn er den Diamanten in dem Mund trägt. Wasser und Wein mit dem Diamanten behandelt, sind heilkräftig bei Gicht, Gehirnschlag und Gelbsucht. Wegen seiner großen Härte verabscheut ihn besonders der Teufel." Zitat - Hildegard von Bingen aus "Physika" Die den Edelsteinen eigene Doppelnatur aus Energie und Materie ist es, die erfolgreicher wirkt als so viele moderne Pharmaka der modernen Schulmedizin. In »Hildegard-Heilkunde von A–Z« heißt es dazu treffend: »Neueste Forschungsergebnisse zeigen, daß die Interaktion neurophysiologischer Abläufe mit elektromagnetischen Schwingungen im limbischen System, dem Glücks- oder Gefühlszentrum des Menschen, zustande kommen und so auf das Abwehrsystem des Menschen Stimulationen auslösen können. Auf gleiche Weise wirken in diesem Zentrum religiöse, kreative oder positive Erlebnisse und wirken bis in den mythologischen Bereich der rechten Gehirnhälfte, in dem Urbilder, Ursymbole und Urprozesse gespeichert sind, die für den Heilungsprozeß genutzt werden können.« Zitat Hildegard von Bingen aus "Hildegard-Heilkunde von A-Z" |
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