
Mystik der Edelsteine und zugesprochene Bedeutungen im Laufe der Zeit. Die bunten Mineralien - Edelsteine genießen bei den Menschen seit jeher hohe Wertschätzung.
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Mystik der Edelsteine
Mystik der Edelsteine und zugesprochene Bedeutungen
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Die bunten „Mineralien“ Edelsteine genießen bei den Menschen seit jeher hohe Wertschätzung: „Die ganze Majestät der Natur ist auf kleinstem Raum in den Edelsteinen zusammengedrängt und ein einziger genügt, um darin das Meisterwerk der Schöpfung zu erkennen.” (Plinius) Bereits Abraham soll - laut jüdischem Talmud - um den Hals einen Edelstein getragen haben, dessen bloßer Anblick Kranken geholfen haben soll. Um den Hals trug später ein „Hohepriester“ ein Schild mit zwölf Edelsteinen, von denen jeder für einen der israelitischen Stämme stand (2. Mose 28,17ff.). In der Volksmedizin und dem Aberglauben spielen edle Steine bei Krankheit oder magischem Ritual ihre Rolle, verschiedene Therapieformen nutzen kristalline Schwingungen, die den Mineralen innewohnen sollen. Verschiedene Edelsteine waren zudem Zutaten zur Bereitung von Philtren (Liebestränke), die als Liebeszauber das Herz des oder der Geliebten gewinnen sollten. Altindische Götter kannten den Unsterblichkeitstrank Amrita, der aus milchreinem Wasser, Kräutersaft, flüssigem Golde und aufgelösten Edelsteinen bestehen soll. Astrologen orden jedem Sternzeichen Edelsteine zu, jeder Monat hat seinen Monatsstein und auch den Runen und Tarotkarten werden Edelsteine beigeordnet. Diese Zuordnungen weichen allerdings je nach Autor und Schule teils erheblich voneinander ab. In Europa gibt es verhältnismäßig wenig Edelsteinvorkommen. Darum ist die abendländische Mythologie recht arm an Edelsteinsagen und sind die Bezeichnungen der meisten Edelsteine Fremdwörter. Schon das griechisch-römische Altertum übernahm Sagen und Verwendung der Edelsteine aus dem Osten, besonders aus Indien. |